Vercracken

Auch: verkoken, verbrennen

Wird Schmelzklebstoff zu stark erhitzt oder über einen längeren Zeitraum bei zu hohen Temperaturen gefahren, brechen auf Grund der Übertemperierung die Makromoleküle des Klebstoffes auseinander.


Die Veränderung der chemischen Zusammensetzung zeigt sich an Dunkel-/ Schwarzfärbungen innerhalb der Schmelze oder an Ablagerungen an den Tankwänden. Bei einigen Sorten ist die Bildung einer gelartigen Hautschicht auf der Schmelze zu beobachten.

Vercrackungen entstehen durch:

  • Zu hohe Temperatur im Tank / keine Abnahme von Schmelzklebstoff
  • Zu hohe Temperatur im Schlauch und /oder im Auftragskopf
  • Externe Verschmutzung / Einbringung von Fremdpartikel

Diese Rückstände können sich im gesamten Auftragssystem verteilen und beeinträchtigen im schlimmsten Fall die Klebung. Diese Zersetzungsprodukte haben keine oder nur noch verminderte Klebfähigkeiten. Gelangen diese verbrannten Klebstoffreste ins Fördersystem kommt es zu Verstopfungen bei Filtern, Schläuchen und Düsen.

Um dies zu verhindern, sollte das Auftragssystem (Tank, Düsen, Schläuche, Auftragsköpfe etc.) mit Filtern und Sieben ausgestattet sein. Diese sollten im Zuge der Anlagenwartung regelmäßig ausgetauscht werden. 

Vermeiden lassen sich Produktionsstillstände bedingt durch einen Maschinenausfall durch regelmäßige Reinigungsphasen. Regelmäßige Reinigung der zugänglichen Bauteile wird als Arbeitsroutine im Alltag empfohlen.

Durch Temperaturabsenkung in den Pausen / Stillstandszeiten verlängert sich die Stabilität in der Schmelze.

Oxidationsstabile Schmelzklebstoffe, wie z.B. BÜHNEN avenia weisen gegenüber herkömmlichen Schmelzklebstoffen eine Vielzahl von verbesserten Eigenschaften auf. Hervorheben kann man die thermische Stabilität und die damit verbundene hohe Prozesssicherheit in der Anwendung.