Bauschrauber von HELFER & Co. KG

Die Übernahme der Werkzeugfabrik HELFER & Co. KG in Rinteln am 1. Februar 1993 markierte den Eintritt in ein ergänzendes Geschäftsfeld der Befestigungstechnik: Bühnen verkaufte bereits seit rund 15 Jahren von HELFER produzierte Schraubsysteme, unter anderem das Vorsatzgerät HK 11 für Bohrmaschinen. Der Schraubvorsatz war ein Adapter für Akkuschrauber mit magnetisiertem Bit, der eine exakte und gleichmäßige Versenktiefe der Schrauben in Gips-, Span- und Dämmplatten garantierte. So konnte verhindert werden, dass Schraubköpfe aus der Platte herausstanden oder zu tief in diese eindrangen.

Als die Firma HELFER in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, fasst Heinz Bühnen den Entschluss zur Übernahme des Betriebs. Die Geräte wurden über die Tochterfirmen Bühnen Wien, HBB Ltd und PAM auch in Österreich, England und den Vereinigten Staaten sowie über Händler in anderen europäischen Ländern eingeführt.

Befettungstechnik

1993 erfolgte auch der Einstieg in die Befettungstechnik zum Reibungsschutz von Oberflächen und Bauteilen. Die Technik kam unter anderem in der Automobilindustrie, zum Beispiel bei der Ausrüstung von Klimaanlagen, Faltschiebedächern, Aschenbechern und Gleitlagern, zum Einsatz. Der Auftrag erfolgte statt vorher mit einem Pinsel mit einer halbautomatischen Vorrichtung, zu der eine Handpistole mit einer speziellen Düse gehörte.

Heinz Bühnen, immer offen für Neuentwicklungen, erkannte die interessante technische Lösung. Von dem bremischen Unternehmen Zimmer erwarb Heinz Bühnen die Patentrechte für den Fettauftrag per Handdosiervorrichtung, das bei Bühnen überarbeitet wurde. Höhere Qualitätsanforderungen mündeten bei Bühnen in der Entwicklung der Microsprühtechnik zum punktgenauen, sparsamen Auftragen umweltfreundlicher Schmierstoffe. Das ermöglichte den Verzicht auf Emulsionen zur Kühlung der Werkzeuge beim Drehen oder Fräsen. Der wirtschaftliche Nutzen der Befettungssparte blieb gering, da das Auftragsvolumen für eine Serienproduktion zum effektiven Ausgleich der Konstruktionskosten nicht ausreichte.

Bürstenvorschub bei Großraum-Klammergeräten

In der Fertighausbaubranche kamen per Hand geführte Standardklammergeräte von SENCO zum Einsatz. Ein großer Kunde, ein schwäbischer Maschinenhersteller, verlangte zur weiteren Automatisierung des Fertigungsprozesses nach Klammergeräten mit großen Magazinen. Sie sollten an Brücken befestigt über die Werkstücke laufen, während mit Druckluft die Klammern eingetrieben wurden. Um die Geräte mit einer größeren Anzahl zu verarbeitenden Klammern zu bestücken, war eine Vorschubeinrichtung notwendig.

Zu diesem Zweck entwickelte Bühnen 1993 eine Bürstenvorschubeinheit für Geräte mit Großmagazinen von rund 700 Klammern. Das Gerät konnte mit verschiedenen Klammertypen für unterschiedliche Werkstoffe (zum Beispiel Gipskarton-, Fermacel-, Spanplatten) von unterschiedlicher Materialstärke eingesetzt werden. Für die Vorschubeinheit erlangte Bühnen ein Patent.

Das Gerät wurde in Deutschland, Österreich und England erfolgreich verkauft.