Zahnradpumpe

Ein Fördersystem zum Transport des geschmolzenen Schmelzklebstoffes.

Zum Transport des heißen, flüssigen Schmelzklebstoffes und der Erzeugung des notwendigen Auftragsdruckes haben sich zwei Systeme mit unterschiedlichen Charakteristiken etabliert: Die Zahnrad- und die Kolbenpumpe.

Aufbau einer Zahnradpumpe
Aufbau einer Zahnradpumpe

Zahnradpumpe mit Antrieb über einen Elektromotor

Aufbau einer Zahnradpumpe

Ein Fördersystem mit Zahnradpumpe und einem elektromotorischen Antrieb fördert ein konstantes Volumen pro Zeiteinheit. Je nach Größe der Pumpe und der Drehzahl des Motors wird mehr oder weniger Klebstoff gefördert (à Fördervolumen). Der zu fördernde erhitzte Klebstoff wird in den Räumen zwischen den Zähnen der Zahnräder und Gehäuse transportiert. Die Pumpe ist durch den einfachen Aufbau robust und preiswert.

Bei Einsatz eines Frequenzumformers lässt sich die Drehzahl des Motors regeln und damit auch die Fördermenge. Zumeist ist die über Auftragsköpfe oder Handpistolen abgenommene Klebstoffmenge kleiner als die Fördermenge. Aus diesem Grund muss die Zahnradpumpe einen Bypass haben, der den überschüssigen Klebstoff zurück in den Tank fließen lässt.

Der maximal erzeugte Druck ergibt sich aus dem Spiel der Zahnräder im Gehäuse und der Viskosität des Klebstoffes. Die meisten Anwendung benötigen deutlich weniger Druck als die Zahnradpumpe erzeugt, daher muss der Druck reduziert werden.

Die Reduktion des Druckes wird ebenfalls über den Bypass geregelt. Der Bypass begrenzt wie ein Sicherheitsventil den Förderdruck. Üblich sind Drücke zwischen 10 und 60 bar. Muss die Auftragsmenge bei mehreren Auftragsköpfen genau eingehalten werden, kommen Schmelzgeräte mit zwei bis vier Motoren und Pumpen zum Einsatz.

Über die Drehzahlregelung der Motoren lassen sich genaue Auftragsmengen pro  Auftragskopf einstellen.

Vorteile von Zahnradpumpen

  • Konstante Fördermenge, wichtig beim Sprayauftrag
  • Fördermenge regulierbar durch Drehzahlregelung, vorteilhaft, wenn wenig Klebstoff aufgetragen werden soll
  • Druckschwankungen kleiner als 8%
  • Höhere Temperaturen möglich, da kaum Dichtungen (Einsatz bei Polyamid)
  • Viskosität bis 70.000 mPas

Nachteil

  • Ein Teil des Klebstoffes wird über den Bypass umgewälzt.
  • Bei wechselnden Bedarfsmengen kann sich das System nicht anpassen.

Video: Funktionsweise einer Zahnradpumpe