Oberflächenspannung

Die an einer Oberfläche wirkende Spannung, welche bestrebt ist, die Oberfläche zu verkleinern. Die Oberflächenspannung ist eine ziehende Kraft, die an der Oberfläche z.B. flüssigen Schmelzklebstoff lokalisiert ist; ihre Wirkungsrichtung ist parallel zur Flüssigkeitsoberfläche. Demnach steht eine Flüssigkeitsoberfläche stets unter Spannung.
Wenn andere Kräfte auf einen Schmelzklebstofftropfen wirken, so weicht dessen Gestalt von der kugelförmigen ab. Ein Beispiel dafür sind Klebstofftropfen auf einer Festkörperoberfläche, wo zusätzlich anziehende Kräfte zwischen Festkörper und Klebstoff wirken (Adhäsion). Die Gestalt des Tropfens weicht umso mehr von der kugelförmigen ab und benetzt die Festkörperoberfläche, umso höher die Adhäsion zwischen Festkörper und flüssigen Klebstoff ist. Je höher die Oberflächenspannung, desto besser die Benetzbarkeit (und damit auch die Verklebbarkeit) der Oberfläche.

Wassertropfen – Entstehung der Oberflächenspannung


Quelle: IVK, Die Kunst des Klebens, Abb. 6, S. 17