Chronik

BÜHNEN im Handelsregister
Nach der Währungsreform 1948 meldete der Maschinenbaumeister Heinrich Bühnen am 1. Februar 1949 die Maschinenfabrik an der Großen Johannisstraße 192 unter seinem Namen erstmals beim Handelsregister im Amtsgericht Bremen an. Zehn Tage später trat sein Sohn Heinz Hans Bühnen als Gesellschafter in das nunmehr als Offene Handelsgesellschaft geführte Unternehmen ein.

Über Hannover in die weite Welt
1947 präsentierte Heinrich Bühnen seine Maschinen auf der ersten nach dem Krieg stattfindenden Hannover Messe. Die Exportmesse war auf Anordnung der britischen Militärregierung zur Förderung der Wirtschaft gegründet worden und fand dann jährlich statt. Es wurden komplette Fabrikationsanlagen für die Polstermöbel- und Matratzenherstellung, auch wieder ins Ausland, geliefert.

48 Reichsmark für jeden
Heinrich Bühnen zahlte allen, auch seinem Sohn Heinz, denselben Wochenlohn von 48 Reichsmark. Heinz Bühnen trat nach seiner Rückkehr vom Kriegseinsatz im Herbst 1945 am 1. Januar 1946 wieder in den väterlichen Betrieb ein. Sein Vater führte den technischen Betrieb, während Heinz Bühnen den Vertrieb übernahm.

Bühnen am Kriegsende
Heinrich Bühnen lebte bei Kriegsende in einer Barackenunterkunft für ausgebombte Menschen in Maibusch bei Hude. Die Wohnung an der Großen Johannisstraße 227 war völlig zerstört, wie viele Häuser in der vorderen Neustadt. In der Umgebung standen fast nur noch Ruinen. Wegen des Wohnraummangels und der Versorgungsprobleme hatte die Militärregierung am 2. Juli 1945 eine Zuzugsperre erlassen.

Ausbruch des Zweiten Weltkrieges
Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) führte zu einer weiteren Zentralisierung und Konzentrierung der gesamten Wirtschaft. Die Industrie war von der Rüstungswirtschaft dominiert. Das Handwerkwurde integriert oder stillgelegt. Viele Männer wurden zur Wehrmacht und anderen kriegswichtigen Aufgaben verpflichtet oder meldeten sich freiwillig. Heinrich Bühnen wurde unmittelbar bei Kriegsbeginn mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 zur Heeresabnahmestelle in Hamburg-Moorburg dienstverpflichtet.

