Chronik

Bauschrauber von HELFER & Co. KG

Die Übernahme der Werkzeugfabrik HELFER & Co. KG in Rinteln am 1. Februar 1993 markierte den Eintritt in ein ergänzendes Geschäftsfeld der Befestigungstechnik: Bühnen verkaufte bereits seit rund 15 Jahren von HELFER produzierte Schraubsysteme, unter anderem das Vorsatzgerät HK 11 für Bohrmaschinen. Der Schraubvorsatz war ein Adapter für Akkuschrauber mit magnetisiertem Bit, der eine exakte und gleichmäßige Versenktiefe der Schrauben in Gips-, Span- und Dämmplatten garantierte. So konnte verhindert werden, dass Schraubköpfe aus der Platte herausstanden oder zu tief in diese eindrangen.

Als die Firma HELFER in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, fasst Heinz Bühnen den Entschluss zur Übernahme des Betriebs. Die Geräte wurden über die Tochterfirmen Bühnen Wien, HBB Ltd und PAM auch in Österreich, England und den Vereinigten Staaten sowie über Händler in anderen europäischen Ländern eingeführt.

70. Jubiläum Heinrich Bühnen KG

1992 bestand die Firma Heinrich Bühnen KG seit 70 Jahren. Der Festtag startete bei sonnigem Herbstwetter am 11. September um 11 Uhr mit einem »Tag der offenen Tür« in den baulich erweiterten und umgestalteten Räumlichkeiten an der Dortmunder Straße 34. Gefeiert wurde mit zahlreichen Gästen, Kunden, Lieferanten und Persönlichkeiten der Bremer Wirtschaft, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Geschäfts- und Betriebsbereichen der Bühnen-Gruppe sowie den Pensionärinnen und Pensionären. Heinz Bühnen schilderte in seiner Eröffnungsrede die eindrucksvolle historische Entwicklung der Firma Bühnen. Die Firmengruppe Bühnen war mit Tochterunternehmen und Niederlassungen solide aufgestellt und bot insgesamt rund 500 Menschen einen Arbeitsplatz.

»Wende«-Punkte: Bühnen geht ostwärts

Die Bühnen-Gruppe erweiterte den Aktionsradius mit entsprechend vergrößerten personellen und instrumentellen Kapazitäten der Verkaufsorganisation in Richtung Osten, um neue Märkte zu erschließen. Doch es trat ein Rückgang ein, der im Zuge der sogenannten »Wende« (deutsch-deutsche Wiedervereinigung) in den 1990er Jahren durch positive Konjunkturimpulse zunächst weitgehend unbemerkt blieb, so dass betriebswirtschaftliche Gegenmaßnahmen unterblieben.

Kartuschen finden Einsatz

Das erste pneumatische Handauftragsgerät, das mit Kartuschen gefüllt wird, kommt auf den Markt: die HB 500 K. Mit der HB 500 K ist es erstmals möglich, reaktive Schmelzklebstoffe zu im Handauftrag zu verarbeiten. Gleichzeitig mit dem Kartuschengerät werden die ersten reaktiven Schmelzklebstoffe vor allem für Anwendungen in der Holzindustrie entwickelt und eingeführt.

HB 600 - Entwicklung im Industrie-Design

Im anwendungstechnischen Labor der Heinrich Bühnen KG wurde intensiv an Lösungen im Bereich Kleben und Abdichten, an Forschung und Entwicklung von Schmelzklebstoffen gearbeitet und die Qualitätskontrolle vorgenommen. Durch Anwendungsberatung bei den Kunden konnten bedarfsgerechte Geräte und die passenden Schmelzklebstoffe empfohlen werden.

In speziellen Tests wurden neue Schmelzklebstoffverbindungen auf ihre Tauglichkeit geprüft und die klebstoffspezifischen Daten in einer Datenbank gesammelt. Damit keine Missverständnisse aufkamen, sprach man bei Bühnen künftig nicht mehr von Klebern, sondern verwendete den wissenschaftlichen Begriff Schmelzklebstoffe. 1987 lud SENCO USA die Geschäftsleitungen der beiden europäischen Produktionsgesellschaften, Deutsche Senco in Bremen und Verpa in den Niederlanden, sowie Senco Products in Kanada erstmalig zu den jährlichen Treffen nach Cincinnati ein. Die neuen SENCO-Geräte mit automatischer Steuerung wurden vorgestellt. Nach den Wünschen und Anforderungen der Kunden fertigte die Heinrich Bühnen KG unter Verwendung der SENCO-Gerätekörper Sondermodelle, auch in kleinen Serien.