Chronik

Erstes Eigenprodukt: die HB 600
Das Angebot der Heinrich Bühnen KG wurde 1985 um ein erstes Eigenprodukt, die HB 600, erweitert. Dieses pneumatische Handgerät wurde erstmals in Zusammenarbeit mit einem Industriedesigner konstruiert, getestet und gefertigt. Der Gestalter Hinnerk Gehring entwarf ein Gerät, das nicht nur funktional den Gebrauchsanforderungen, sondern auch ästhetischen Ansprüchen genügte. Die produktspezifische Gestaltungsqualität der HB 600 wurde 1987 mit dem Prädikat if – Die gute Industrieform ausgezeichnet. Das Gerät bewährte sich in der Verpackungsindustrie, Schuhverarbeitung, Geschenkartikelherstellung, Automobilindustrie, Elektronik und im Fertighausbau.

Bühnen klebt die goldenen Kugeln: Spray-Melt-Verfahren
Als Papst Johannes Paul II. im Jahre 1983 Wien besuchte, zierten zwei große goldene Kugeln die Tribüne am Heldenplatz. Sie waren aus Styropor – geklebt per Spray-Melt-Verfahren von Bühnen.
Mit dem HB 5-E Spray-Melt stellte die Heinrich Bühnen KG 1983 ein neuartiges Verfahren von Schmelzkleben durch Versprühen vor, das den Auftrag auf größere Flächen ermöglichte. Durch die elektronisch gesteuerte konstante Temperaturregelung konnte zum Beispiel das sehr hitzeempfindliche Styropor flächig geklebt werden. Mit dem Gerät ließen sich Schmelzklebstoffe auf Polyamidbasis verarbeiten. Damit erschloss sich ein Nutzen für weitere Branchen, insbesondere die Elektroindustrie.

Entwickelung des Lochblechnaglers
1982 wurde der bei Heinrich Bühnen KG entwickelte und gebaute Lochblechnagler vorgestellt. Den Vertrieb übernahm die Heinz Bühnen KG in Deutschland. Er wurde auch über alle SENCO-Händler im Ausland vertrieben.
Die Idee für ein weiteres Novum, die ReguMatic, eine elektronische Zeitsteuerung zur Steuerung automatische Handlungsabläufe, wurde aus der Schmelzklebstofftechnik in die Klammertechnik übernommen.

Amerikanische Tochter: PAM Fastening Technology Inc.
1981 gründete Heinz Bühnen die Power Adhesive Machines Inc. (PAM bzw. PAM Fastening Technology Inc.) in High Point, dann Charlotte, in North Carolina/USA, zur Beratung und Betreuung der Kunden in den Vereinigten Staaten.
Es war, neben der Gründung der Tochtergesellschaft in Wien, der zweite Schritt in den ausländischen, und damit erstmals auch außereuropäischen Markt. Das Verkaufsprogramm der US-amerikanischen Tochterfirma konzentrierte sich zunächst auf Schmelzklebstoffe und Schmelzklebeauftragsgeräte, Kompressoren und Zubehör für den industriellen Bedarf, vor allem der Möbel- und Elektronikbranche.

Offensiv gegen Wettbewerbsdruck
Die wirtschaftliche Entwicklung der Firmengruppe Bühnen zeigte im Laufe der 1980er Jahre ein uneinheitliches Bild: Eine zunehmend angespannte Konjunkturlage belastete den Markt. Das kontinuierliche Unternehmenswachstum der Bühnen-Gruppe geriet ins Stocken. Der Absatz an Geräten, Klammern, Nägeln und Zubehör der Firma Bühnen war rückläufig.
Insbesondere bei den wichtigen Abnehmerkreisen der Fertighausindustrie konnte der Absatz nicht weiter ausgebaut werden. Kunden gingen verloren. Der Umsatz brach um mehr als ein Drittel ein. In den Bereichen Möbel- und Polstermöbelindustrie und im Innenausbau stagnierte die Nachfrage nach Befestigern. Durch den verschärften Wettbewerb und Preiskampf auf dem westdeutschen Inlandsmarkt wurde es schwieriger, Marktanteile zu halten. Die Erlöse sanken, während die Kosten stiegen.

